Chronik

Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Steinburg

 

Die FFW Steinburg wurde im Jahre 1873 vom Lehrer Martin Huber gegründet. Er war zugleich der erste Kommandant unserer Wehr, wenngleich er dieses Amt nur ein Jahr ausübte (1873-1874). Er starb 1931 im Alter von 83 Jahren.Am 17.Juni 1867 erließ das königliche Bezirksamt Bogen eine Feuerlöschordnung, nach der im Markt Bogen und den größeren Ortschaften des Amtsbezirkes, aus dem männlichen Einwohnern mindestens zwei Feuerotten von je 15 Mann gestellt werden mussten. Ausgenommen waren Alte und Gebrechliche. An der Spitze stand der Rottmeister, bzw. ein Unterrottmeister als sein Stellvertreter.Diese Anordnung dürfte auch zur Gründung der FFW Steinburg im Jahre 1873 geführt haben.Es gibt sehr wenig überliefertes aus dieser Zeit. Die Gründungsfeier fand erst zwei Jahre später statt. Aus Mangel an finanziellen Mitteln machten die Steinburger und Auinger Männer noch einige Jahre Dienst bei der Hunderdorfer Wehr.Der Ankauf einer Saugdruckspritze machte Schwierigkeiten, da die Hunderdorfer Feuerwehr die Kameraden aus der Gemeinde Steinburg in den eigenen Reihen halten wollte.Am 19.12.1880 fasste der damalige Gemeinderat den einstimmigen Beschluß, eine eigene Spritze zu kaufen. Zum Preis von 450 Gulden tat sie ihren Dienst bis 1950.

 

 

Heute steht sie als Leihgabe im Museum in Mitterfels. 1901 wurde das 25jährige Gründungsfest gefeiert. Anläßlich dieses Festes wurde auch eine neue Fahne angeschafft. Sie kostete 247 Mark, davon wurden 154 Mark an Spenden gesammelt.Am 27.5.1901 wurde nun die neue Fahne im Schlosshof durch Herrn Pfarrer Gruber aus Hunderdorf geweiht. Als Fahnenmutter fungierte die Schloßpächtersgattin Franziska Solcher. Die Hunderdorfer Wehr stellte den Patenverein. Es nahmen 26 Vereine aus dem Bezirk Bogen am Fest teil.Der erste Weltkrieg rief alle wehrfähigen Männer zu den Waffen. Vier Kameraden kamen nicht mehr heim. Sie fielen auf dem „Feld der Ehre“.In den Ersten 50 Jahren seit der Gründung musste die Steinburger Wehr 40 mal bei Brandfällen ausrücken und zur Hilfe eilen. Der größte Einsatz war der Brand vom Wirschaftsgebäude des Schlosses im Jahre 1933.

 

Im Jahre 1936 kam von der damaligen Reichregierung über das Bezirksamt wogen die Anordnung, die Gemeinde Au vorm Wald aufzulösen, wenn sie nicht eine eigene Feuerwehr gründet. Daraufhin beschlossen einige Gemeindebürger von Au vorm Wald am 8.November 1936 die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Au vom Wald. Dies bedeutete eine enorme Schwächung der Mannschaftsstärke der Steinburger Wehr.

 

Das Jahr 1950

Nach der Gründugsfeier 1874 und der Fahnenweihe 1901 wollte man auch den 75.Geburtstag der Wehr gebührend feiern. Der damalige Kommandant Josef Bielmeier und der 1. Vorstand Alfons Berger beschlossen mit ihrer Vorstandschaft, das Fest mit zweijähriger Verspätung nachzufeiern. Die Nachkriegswirren und die Inflation zwangen sie wohl dazu.Als Festtag bestimmte man den 25.Juni 1950, Patenverein war die FFW Au vorm Wald. Maria Berger stellte sich als Festmutter zur Verfügung. Fr. Marielle Berger stiftete das Festband. Maria Hanner überreichte dem Patenverein das Ehrenband. Frl. Thekla Meier aus Brandstatt trug das Ehrenband des Patenvereins Au vorm Wald und heftete es an die neue Fahne.

 

Im Bild von links: Gertraud Bielmeier, Hildegard Pflügl, Maria Hanner, Thekla Meier, Erika Schötz, Hilde Thums

 

Unter der Leitung von Kdt. Josef Bielmeier wurde 1950 auch die erste Motorspritze aus eigenen Mitteln finanziert. Es handelt sich um eine Magirus. Sie steht heute ebenfalls als Leihgabe der FFW Steinburg im Museum in Mitterfels.

 

 

 

1952 erbaute die FFW Steinburg unter Kdt. Josef Bielmeier und Vorstand Alfons Berger unmittelbar an der Bogenbachbrücke ein Feuerwehrgerätehaus mit hölzernem Schlauchtrockenturm. Es tat seinen Dienst bis 1987. Das Grundstück dafür stellte Georg Feldmeier auch „Pressack Girgl“ genannt, zur Verfügung.Ca. 1950 kaufte die Gemeinde Steinburg einen neuen Feuerwehranhänger. Josef Liebl führ mit seinem Unimog den Anhänger zu Übungen und Einsätzen.1965 wurde von der Feuerwehr eine neue, zweite Spritze angeschafft. Sie wurde größtenteils durch eine Haussammlung von Spenden finanziert. Es handelte sich um eine Tragkraftspritze der Marke Metz.

 

Das 1. Leistungsabzeichen wurde 1966 durchgeführt.

 

Unser Kriegerdenkmal 

 

 

 

1966 wurde vom damaligen Kdt. Anton Häusler das jetzige Kriegerdenkmal bei der Auffahrt zum Schloss errichtet und eingeweiht.

 

100 jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

 

Vom 6. bis 8. Juli 1973 konnte die FFW Steinburg ihr 100jähr. Gründungsfest mit Weihe einer neuen Fahne begehen. Unter Vorstand Alfons Berger und Kdt. Anton Häusler konnte man als Schirmherrn der damaligen Landrat Xaver Hafner gewinnen. Als Fahnenmutter fungierte Cordula Hanner. Der Patenverein war wiederum die Freiwillige Feuerwehr Au vorm Wald. Die Festjungfrauen waren Margit Berger, Regina Feldmeier, Lydia Fuchs, Erika Liebl und Gunda Häusler.Schon eine woche zuvor stand das Bierzelt und Steinburg konnte seine 750 Jahrfeier begehen.Über 70 Vereine beteiligten sich an der Fahnenweihe. Nach dem Kirchenzug und feierlichen Dankgottesdienst nahm Pfarrer Ruß die Weihe der neuen Fahne um Schulhof vor. Ein großer Festzug führte am Nachmittag nach Wegern und Schafberg. Am Abend war der Festausklang im Bierzelt.

 

 

 

Als Kommandanten waren in der FFW Steinburg tätig:

 

  1. Lehrer Martin Huber, Au vorm Wald, 1873-1874
  2. Lehrer Johann Bernauer, Au vorm Wald, 1874-1875
  3. Josef Eberl, Krämer in Steinburg, 1878-1884
  4. Wolfgang Pfeffer, Schmiedemeister von Steinburg, 1884-1898
  5. Josef Buchner, Müller von Steinburg, 1898-1904
  6. Johann Pfeffer, Bahn-Lademeister von Ehren, 1904-1907
  7. Georg Huber, Schreinermeister von Steinburg, 1907-1924
  8. Johann Solcher, Schlosspächter in Steinburg, 1924-1931
  9. Ludwig Kronfeldner, Landwirt Au vorm Wald, 1931-1936
  10. Josef Schreiner, Landwirt von Steinburg, 1936-1943
  11. Josef Stelzl, Schuhmachermeister von Steinburg, 1943-1945
  12. Johann Altschäffl, Landwirt von Steinburg, 1945-1947
  13. Johann Fuchs, Schmiedemeister von Steinburg, 1947-1949
  14. Josef Bielmeier, Schneidermeister von Steinburg, 1949-1957
  15. Josef Solcher, Gastwirt und Metzgermeister von Wegern, 1957-1962
  16. Anton Häusler, Landwirt von Haselquanten, 1962-1990
  17. Wolfgang Altmann, Maurer von Starzenberg, 1990 - 2013
  18. Stefan Altmann, Elektrotechnikermeister von Starzenberg, 2013 - heute

 

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